Es geht los!

img_0888

In den letzten Tagen des Septembers hat in der Provinz Málaga die Olivenernte begonnen. Als erstes sind die schnell reifenden Arbequina Oliven dran. Nach dem Waschen wird gemahlen, danach kommt die Olivenmasse in ein Rührgerät. Hier beginnt die Feinarbeit, Qualität und Geschmack des Öls hängen sehr von der Verweildauer im Rührgerät ab.

img_0883

Freu dich auf herrlich frische, grün-herbe Olivenöle!

„Derzeit nicht lieferbar“

IMG_1614

„Derzeit nicht lieferbar“ – diesen Hinweis findest du z.Zt. mehrfach auf dem Bestellformular. Einige Olivenöle sind für die Saison 2015/2016 ausverkauft, die neue Ernte steht bevor. Ich werde bald zu meiner alljährlichen Tour durch Andalusien aufbrechen, um die Mühlen zu besuchen, das neue Öl zu probieren und meine Bestellungen aufzugeben.

Ich werde Bewährtes weiter führen und Neues dazu suchen. Damit überrasche ich dich Ende November, wenn die Öle bei mir eintreffen. Freu dich auf neue Geschmackserlebnisse und auf ein gutes Olivenöljahr 2016.

 

Eine Gleichung: grün – schwarz = unreif – reif

Sorte Picual

Zwischen diesen beiden Fotos liegen ca. 6 Wochen ZEIT, Zeit, die die grünen Oliven brauchen um zu reifen und eine blau violette Farbe anzunehmen. Die Öle aus Oliven von grünem oder schwarzem Reifegrad schmecken sehr unterschiedlich.

Olivenöle aus grünen oder überwiegend grünen Oliven haben einen grün-grasigen Geschmack, deutlichere Bitterstoffe und Schärfenteile, sie schmecken insgesamt herber, frischer. Man fühlt sich an grüne Tomaten, Artischocken erinnert. Ihr Anteil an Polyphenolen und Vitamin E ist sehr hoch, höher als bei reifen Oliven.

DSC01763 Kopie

Olivenöle aus schwarzen, reifen Oliven schmecken weicher, samtiger. Wenn die verarbeiteten Oliven wirklich reif und keinesfalls überreif waren, wird ihr Aroma fast süßlich, erinnert an Bananen. Olivenöle aus reifen Oliven solltest du unbedingt probieren und wissen, woher sie kommen. Wenn überreife Oliven verwendet wurden, hat das Öl geschmackliche Defekte, die du schnell erkennst, wenn du das Öl bewusst probierst.

Der Geschmack von reinem, nativen Olivenöl

IMG_0589

An meinem Probiertisch auf den diversen Veranstaltungen ergeben sich immer wieder interessante Gespräche mit Kunden. Viele sind irritiert, dass reines Olivenöl auch bittere und scharfe Geschmacksnuancen hat.

Dabei ist gerade das ein Zeichen von Qualität. Es zeigt, dass bei der Olivenölproduktion ein hoher Anteil von grünen Oliven verarbeitet worden ist, also von Oliven, die noch nicht das Stadium der vollen Reife erreicht haben. Grüne Oliven machen das Öl m Geschmack herber, man nimmt Nuancen von grünen Früchten wahr, wird an Zitrusfrüchte erinnert. Der Vitamin E Anteil und der Anteil an Polyphenolen sind in grünen Oliven höher als in reiferen, schwarzen. Das Öl hat mehr positive Wirkungen auf den Organismus. Die Bitterstoffe und Schärfeanteile sind etwas deutlicher zu schmecken, verbleiben in der Regel aber nicht lange im Mund.

In den 60er Jahren ist die Weinproduktion von lieblichem Ausbau auf trockenen umgestellt worden. Bei der Olivenölproduktion löst die Verarbeitung von vielen grünen Oliven die Tradition ab, in der überwiegend reife Oliven genutzt wurden. Für die Mühlen bedeutet das weniger Ertrag. Nur hochwertig arbeitende Mühlen setzen Qualität über Quantität.