Kalt extrahiert

Kenner wissen, dass heute nicht mehr gepresst sondern extrahiert wird. Die Bezeichnung “kalt extrahiert” findet sich auf vielen Flaschen. Was heißt das?

Wärme ist für die Gewinnung von Olivenöl schädlich, sie beschleunigt die Oxydation. Kalt extrahiert bezieht sich auf den gesamten Produktionsprozess:

Ernte bei niedrigen Temperaturen, d.h. in den sehr frühen Morgenstunden;

Handauslese vor Eintritt in die Mühle

Gekühlte Lagerung der Oliven vor dem Mahlen

Produktion möglichst schnell und bei Temperaturen nicht über 27 Grad

Lagerung des fertigen Öls in einem klimatisierten Raum und in luftentleerten Tanks bzw. Flaschen.

Erntezeitpunkt und Qualität

 

Diese Tafel, die ich auf dem Gelände von Basilippo fotografiert habe (leider nicht gut zu lesen), veranschaulicht den Zusammenhang zwischen dem Erntezeitpunkt und der Qualität des Olivenöls.

Früher Erntezeitpunkt  = grüne bis gelbliche Oliven  =  höchste Qualitätsstufe; 11 – 12 kg Oliven pro Liter Öl (Ertrag 8,5%)

Mittlerer Erntezeitpunkt  = gelbliche bis violette Oliven = zweithöchste Qualitätsstufe; 7 – 8 kg Oliven pro Liter Öl (Ertrag 12 %)

Späterer Erntezeitpunkt  = violette bis schwarze (sehr reife) Oliven  = mittlere Qualitätsstufe  = 5 – 6 kg Oliven pro Liter Öl (Ertrag 20 %)

Produzenten, die auf Ertragsmenge setzen, warten einen späteren Erntezeitpunkt ab. Qualitätsbewusste Produzenten ernten früh.

 

 

Was mache ich mit Orangenöl?

Was kann ich denn mit dem Orangenöl machen?

Diese Frage höre ich oft von interessierten Kunden. Bei Basilippo gab es ein Dessert damit:

  • eine Kugel Schokoladeneis
  • bestreut mit etwas Flor de Sal
  • beträufelt mit Orangenöl ( nicht zu wenig!)

Die Kombination ist super einfach und unglaublich lecker. Du schmeckst jede Nuance, die Schokolade, das Salz und die Orange. Probiere es aus!

 

 

 

Besuch bei Basilippo

Der inzwischen traditionelle gemeinsame Besuch von José und Manolo (Oleícola San Francisco) und mir  fand in diesem Jahr bei Basilippo (Sevilla) statt. Wir genossen einen Rundgang über die gesamte Finca einschließlich der Mühle und hatten natürlich eine kleine Verkostung der hauseigenen Öle.

Von der Anlage her ist Basilippo für mich eine der schönsten Mühlen , die ich kenne. Alles ist sehr gepflegt und üppig mit Pflanzen gestaltet. Die Gebäude sind alt, im andalusischen Stil, das Gelände eingefriedet. Die Chefin (Foto links) lebt auch auf der Finca. Das Arbequina Öl ist für mich eines der besten.

 

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